Ich habe Gemini gebeten, meinen Außenauftritt zu analysieren. Daraus wurde eine überraschende Entdeckungsreise mit drei Prompts, die du unbedingt ausprobieren solltest.
Kurz & Knapp
Vor ein paar Tagen habe ich auf Facebook den Beitrag einer Kollegin gesehen. Sie hatte Gemini gebeten, sie anhand öffentlich verfügbarer Informationen zu analysieren und einen Screenshot der Antwort veröffentlicht.
Ich musste schmunzeln. Nicht über das Ergebnis, sondern über die Idee. Meine erste Reaktion war sofort: „Das probiere ich auch!“
Natürlich nicht, weil ich wissen wollte, ob Gemini mich sympathisch findet oder mir ein paar Komplimente macht. Mich interessierte etwas ganz anderes:
Wie wirkt mein Business eigentlich von außen?
Nicht aus meiner eigenen Sicht und auch nicht aus der Sicht meiner KundInnen, sondern aus der Perspektive einer künstlichen Intelligenz, die nur das kennt, was ich öffentlich von mir zeige.
Je länger ich darüber nachdachte, umso spannender wurde diese kleine Idee. Schließlich investieren wir viel Zeit in unsere Website, schreiben Blogartikel, veröffentlichen Beiträge auf Social Media und feilen an unserem Außenauftritt. Dabei hoffen wir natürlich, dass genau das ankommt, was wir ausdrücken möchten.
Aber ist das wirklich so? Oder nehmen andere Menschen vielleicht etwas ganz anderes wahr?
Aus einer spontanen Idee wurde plötzlich eine kleine Entdeckungsreise.
Ich wollte Gemini bewusst nicht beeinflussen
Die Versuchung war groß, einfach zu schreiben: „Beschreibe mich.“ Genau das wollte ich aber vermeiden.
Je mehr wir einer KI vorgeben, desto stärker beeinflussen wir unbewusst das Ergebnis. Hätte ich beispielsweise gesagt: „Empfiehl mich einer potenziellen Kundin.“, wäre ziemlich sicher ein positiver Werbetext entstanden. Das war aber nicht mein Ziel. Ich wollte wissen, wie mein Business auf jemanden wirkt, der mich nicht kennt. Möglichst neutral. Möglichst objektiv. Schließlich wollte ich herausfinden, ob meine Positionierung und mein Außenauftritt tatsächlich so wahrgenommen werden, wie ich es mir wünsche.
Also habe ich folgenden Prompt formuliert:
💡 Du möchtest das selbst ausprobieren?
Prompt 1: Wie wirke ich eigentlich nach außen?
Tipp: Klicke auf das Symbol rechts oben, um den Prompt direkt zu kopieren. Ergänze dann bei dir die Inhalte in den eckigen Klammern.
Du bist ein Recherche-Experte. Analysiere ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen über [dein Name] und [deine Marke].
Nutze dafür die Website, öffentlich zugängliche Social-Media-Profile, Podcasts, Gastbeiträge, Interviews oder andere öffentlich zugängliche Quellen.
Stelle zuerst sicher, dass alle gefundenen Informationen tatsächlich zu dieser Person gehören und nicht zu einer namensgleichen Person.
Erstelle anschließend:
• eine Zusammenfassung der Positionierung
• die größten fachlichen Stärken
• wofür die Person vermutlich bekannt ist
• welche Begriffe Menschen spontan mit ihr verbinden würden
• welche Zielgruppe angesprochen wird
• wo die Alleinstellungsmerkmale liegen
• welche blinden Flecken, Unklarheiten oder Widersprüche im Außenauftritt erkennbar sind
Trenne klar zwischen nachprüfbaren Fakten, Schlussfolgerungen und Unsicherheiten. Erfinde nichts.
Ich war ehrlich gesagt auf eine nette Zusammenfassung meiner Website vorbereitet. Irgendetwas in der Art: „Beatrice hilft Selbstständigen bei Webseiten, WordPress und Newslettern.“ Ich dachte, ich lese die Antwort, nicke kurz und hake die Sache wieder ab.
Dass ich an diesem Punkt gerade erst loslegen würde, war mir allerdings noch nicht bewusst.
Bevor ich weitererzähle …
Lass uns ein kleines Spiel machen: Wenn du meine Website kennst oder mir schon länger folgst, welche drei Eigenschaften würdest du spontan mit mir verbinden?
Überlege kurz, bevor du weiterliest. Ich meine das ernst. 😄
Hast du drei Begriffe im Kopf? Gut, dann schauen wir uns an, welche Muster Gemini erkannt hat.

Plötzlich ging es gar nicht mehr um Technik
Die erste Analyse war erstaunlich treffend. Gemini erkannte ziemlich klar, wofür ich stehe, welche Zielgruppe ich anspreche und welche Themen sich durch meine Website ziehen. Soweit, so gut.
Je länger ich allerdings nachfragte, desto weniger ging es plötzlich um WordPress, Newsletter oder Webseiten. Stattdessen tauchten immer wieder dieselben Begriffe auf: Zuverlässigkeit, Struktur, Geduld, Direktheit und Eigenverantwortung.
Irgendwann schrieb Gemini sinngemäß: „Du vermittelst vor allem Sicherheit.“
Ich habe diesen Absatz tatsächlich zweimal gelesen. Nicht, weil ich ihn besonders schön fand, sondern weil ich damit überhaupt nicht gerechnet hatte.
Wenn mich jemand gefragt hätte, womit ich mein Business verbinde, hätte ich vermutlich zuerst an Technik gedacht. Offenbar nehmen andere Menschen aber etwas ganz anderes wahr.
Spannend fand ich vor allem, dass sich diese Aussage mit dem deckt, was ich immer wieder von KundInnen und Mentees als Feedback bekomme. Viele erzählen mir nach dem Start unserer Zusammenarbeit, dass sie sich sicherer fühlen, weil sie verstehen, was sie tun und warum sie es tun. Genau deshalb konnte ich mit dieser Erkenntnis etwas anfangen.
Vielleicht geht es dir ähnlich wie mir. Wir verbringen unglaublich viel Zeit damit, an unserem Angebot, unserer Website und unseren Texten zu arbeiten. Was davon am Ende tatsächlich bei anderen Menschen ankommt, können wir selbst aber nur schwer beurteilen. Genau deshalb fand ich diese Analyse so spannend.
Und plötzlich wollte ich mehr wissen.
Wenn Gemini schon erkennt, wie mein Business nach außen wirkt, wodurch unterscheide ich mich dann eigentlich?
Was unterscheidet mich eigentlich von den anderen?
Mit jeder Antwort wurde ich neugieriger.
Die erste Analyse hatte meinen Außenauftritt ziemlich treffend zusammengefasst. Jetzt wollte ich wissen, ob sich meine Positionierung tatsächlich von anderen unterscheidet oder ob manches, was ich für typisch "Bea" halte, vielleicht längst zum Standard geworden ist.
Also stellte ich Gemini die nächste Frage.
💡 Der zweite Prompt für deine eigene Entdeckungsreise: Wodurch unterscheide ich mich wirklich?
Du hast nun den öffentlichen Auftritt von [Name] analysiert.
Vergleiche diese Person gedanklich mit 100 anderen deutschsprachigen WebdesignerInnen, WordPress-DienstleisterInnen und Business-MentorInnen für Soloselbstständige [Hier darfst du deine Berufsgruppe/n einfügen].
Beurteile ausschließlich anhand öffentlich verfügbarer Informationen.
Beantworte folgende Fragen:
• Wodurch hebt sich die Person deutlich von der Mehrheit ihrer MitbewerberInnen ab?
• Welche Eigenschaften oder Stärken sind außergewöhnlich und selten?
• Welche Merkmale teilen viele MitbewerberInnen ebenfalls, obwohl sie auf den ersten Blick wie Alleinstellungsmerkmale wirken?
• Welche Aspekte ihrer Persönlichkeit oder Arbeitsweise werden derzeit vermutlich unterschätzt oder nicht deutlich genug kommuniziert?
• Welche drei Punkte würden den größten Unterschied machen, wenn sie diese künftig noch stärker sichtbar machen würde?
• Gibt es Bereiche, in denen ihr Außenauftritt austauschbar wirkt oder in denen andere Anbieter derzeit überzeugender auftreten?
Begründe jede Aussage anhand konkreter Beispiele aus der öffentlichen Kommunikation.
Trenne klar zwischen Fakten, Schlussfolgerungen und Unsicherheiten.
Ich gebe zu, vor dieser Antwort hatte ich deutlich mehr Respekt als vor der ersten.
Bis dahin ging es nur um meinen Außenauftritt. Jetzt wurde plötzlich verglichen. Und ganz ehrlich: Wer hört schon gerne, dass etwas, das man selbst für einzigartig hält, vielleicht gar nicht so besonders ist?

Meine größte Stärke war eine andere als gedacht
Eine Aussage hat mich besonders beschäftigt. Gemini schrieb sinngemäß, dass meine größte Stärke gar nicht die Technik sei, sondern mein Urteilsvermögen. Also die Fähigkeit zu erkennen, wann welches „Werkzeug“ wirklich sinnvoll ist und wann eben nicht.
Ich musste schmunzeln, denn genau das gehört für mich ganz selbstverständlich zu meiner Arbeit.
Ich sage erstaunlich oft:
"Lass das noch."
"Das brauchst du im Moment nicht."
"Spare dir das Geld lieber."
Wer gerade erst startet, braucht aus meiner Sicht keinen riesigen Technikpark und auch nicht jedes neue Tool, das gerade durchs Internet geistert. Viel wichtiger sind Orientierung, ein sinnvoller nächster Schritt und ein stabiles Fundament, auf dem später aufgebaut werden kann.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich von KundInnen und Mentees immer wieder höre: „Jetzt verstehe ich endlich, warum wir genau diesen Weg gehen.“ Oder: „Ich hätte nie gedacht, dass es auch einfacher geht.“
Erst in diesem Moment wurde mir bewusst, dass genau das offenbar auch ein Teil meines Außenauftritts geworden ist.
Nicht alles, was wir für einzigartig halten, ist es auch
Mindestens genauso spannend fand ich einen anderen Teil der Analyse. Gemini hat nämlich nicht nur beschrieben, was mich aus seiner Sicht besonders macht, sondern mir auch den Spiegel vorgehalten.
Zum Beispiel bei Aussagen wie „Technik einfach erklärt.“ Oder „Technik darf leicht sein.“ Selbst Cookie als treuer Begleiter wurde erwähnt.
Zu meiner Überraschung ordnete Gemini all das allerdings nicht als echte Alleinstellungsmerkmale ein, sondern als Dinge, die inzwischen viele AnbieterInnen in ähnlicher Form nutzen.
Im ersten Moment war das tatsächlich ein kleiner Dämpfer.
Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto wertvoller fand ich diese Erkenntnis.
Nur weil etwas typisch für mich geworden ist, heißt das noch lange nicht, dass es mich automatisch von anderen unterscheidet. Wahrscheinlich geht es dir mit deinem Business ganz ähnlich. Wir alle haben Dinge, die sich für uns selbstverständlich anfühlen und die wir deshalb immer wieder erzählen. Ob sie uns tatsächlich einzigartig machen, ist allerdings eine ganz andere Frage.
Genau deshalb hat mir diese Analyse so gut gefallen. Sie hat mich nicht nur bestätigt, sondern auch dazu gebracht, meine eigene Positionierung noch einmal zu hinterfragen.
Die spannendsten Antworten waren die kritischen
Natürlich war nicht alles richtig. Manche Schlussfolgerungen fand ich ziemlich weit hergeholt, an anderen Stellen musste ich laut lachen.
Eine Aussage brachte mich allerdings wirklich zum Nachdenken. Gemini meinte, dass der Name OnlineMagie bei Menschen, die mich noch nicht kennen, Erwartungen wecken könnte, die gar nicht zu meinem sehr strukturierten Arbeiten passen.
Ob das tatsächlich so ist? Ich weiß es nicht. Meinen Firmennamen werde ich deshalb sicher nicht ändern. Trotzdem fand ich diesen Gedanken spannend. Allein die Tatsache, dass ich darüber nachgedacht habe, war diese kleine Entdeckungsreise schon wert.
Ein weiterer Punkt betraf meinen beruflichen Hintergrund. Gemini hatte den Eindruck, dass ich meine Erfahrungen aus Bankwesen und Steuerberatung viel zu wenig als Stärke kommuniziere. Auch das hätte ich selbst vermutlich nie so gesehen.
Ob ich daraus etwas verändern werde? Eher nicht. Mein Fokus bleibt weiterhin auf Webtechnik, Onlinebusiness und einer Begleitung, die zu den Menschen passt. Trotzdem nehme ich diese Erkenntnis gerne mit, denn genau darum ging es mir bei dieser ganzen Entdeckungsreise. Ich wollte meinen Außenauftritt einmal mit den Augen eines möglichst neutralen Beobachters sehen und nicht jede Empfehlung ungeprüft übernehmen.
Vielleicht liegt genau darin der größte Wert solcher Analysen. Nicht darin, dass jede Aussage stimmt, sondern darin, dass sie Gedanken anstoßen und Fragen aufwerfen, die wir uns selbst vielleicht nie gestellt hätten.
Ich habe übrigens nicht jede Aussage geglaubt
Vielleicht ist das an dieser Stelle noch wichtig.
Während meiner kleinen Entdeckungsreise habe ich nicht jede Antwort sofort für bare Münze genommen. Manche Punkte fand ich großartig, bei anderen musste ich schmunzeln und bei einigen Schlussfolgerungen habe ich nur den Kopf geschüttelt.
Genau so sollte man meiner Meinung nach auch mit KI umgehen: neugierig, offen und kritisch.
Eine KI ist kein Orakel. Sie interpretiert Informationen, erkennt Muster und zieht daraus Schlussfolgerungen. Genau deshalb fand ich die Antworten so interessant. Nicht, weil sie immer richtig waren, sondern weil sie mir einen Blick auf meinen Außenauftritt ermöglicht haben, den ich selbst so nie gehabt hätte.
Und dann kam die Frage, die mich während der ganzen Entdeckungsreise am meisten beschäftigt hat.
Wenn meine Positionierung wirklich so klar ist, warum würden sich manche Menschen trotzdem bewusst gegen eine Zusammenarbeit mit mir entscheiden?
Eigentlich kenne ich die Antwort auf diese Frage längst. Weil ich bewusst nicht für alle die Richtige sein möchte, wird es immer Menschen geben, die sich gegen eine Zusammenarbeit entscheiden. Und genau das ist auch gut so.
Trotzdem wollte ich wissen, ob Gemini das genauso sieht. Ganz ehrlich? Ich musste kurz überlegen, ob ich diese Frage wirklich stellen möchte. Meine Neugier war inzwischen allerdings größer als meine Skepsis. Also stellte ich Gemini noch eine letzte Frage.
Ich hätte nicht gedacht, dass genau diese Antwort für mich die wertvollste der ganzen Entdeckungsreise werden würde.
Die Antwort, vor der ich den größten Respekt hatte
Ich stellte also Gemini noch eine letzte Frage.
💡 Hier kommt der dritte und letzte Prompt: Wer passt zu mir und wer nicht?
Analysiere ausschließlich anhand öffentlich zugänglicher Informationen.
Welche Menschen passen besonders gut zu [Name]?
Woran erkennst du das?
Welche drei Dinge würden diese KundInnen vermutlich am meisten vermissen, wenn [Name] morgen vom Markt verschwinden würde? Begründe jede Antwort.
Welche Menschen passen vermutlich nicht zu [Name]?
Warum würden sie sich bewusst gegen eine Zusammenarbeit entscheiden?
Beurteile dies nicht als Schwäche, sondern als Ausdruck einer klaren Positionierung.
Trenne sauber zwischen Fakten, Schlussfolgerungen und Unsicherheiten.
Nutze ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Gemini meinen Außenauftritt beschrieben und erklärt, wodurch ich mich von anderen unterscheide. Jetzt interessierte mich noch etwas anderes: Lässt sich daraus auch erkennen, für wen ich eigentlich die Richtige bin und für wen ganz bewusst nicht?
Denn genau das ist für mich Positionierung. Nicht möglichst viele Menschen anzusprechen, sondern die richtigen.
Würde Gemini dieselben Muster erkennen, die ich bewusst in meinem Business aufgebaut habe? Oder würde es etwas völlig anderes herauslesen?
Gemini beschrieb zunächst sehr klar, welche Menschen besonders gut zu mir passen. Menschen, die Orientierung suchen, Verantwortung übernehmen möchten und sich eine Begleitung wünschen, statt fertiger Lösungen.
Noch interessanter fand ich allerdings den zweiten Teil der Antwort.

Die Antwort war überraschend bestätigend
Gemini nannte weder Preise noch technische Themen als Hauptgrund dafür, warum sich manche Menschen bewusst gegen eine Zusammenarbeit entscheiden würden.
Auch WordPress oder Technik spielten plötzlich kaum noch eine Rolle.
Stattdessen erkannte die KI wieder dieselben Muster. Dass ich Klartext rede. Dass ich Eigenverantwortung erwarte. Dass ich niemandem verspreche, über Nacht erfolgreich zu werden und Menschen zwar begleite, ihnen ihr Business aber nicht abnehme.
Ich musste wieder schmunzeln. Nicht, weil mich die Antwort überrascht hat, sondern weil sie genau das bestätigt hat, was ich mit meinem Außenauftritt erreichen möchte.
Genau darin zeigt sich für mich gute Positionierung. Mir ist lieber, jemand entscheidet sich bewusst gegen mich, als mit falschen Erwartungen in eine Zusammenarbeit zu starten.
Wer jemanden sucht, der einfach alles übernimmt, wird bei mir vermutlich nicht glücklich. Wer sich einen magischen Knopf wünscht, der das Onlinebusiness von alleine erfolgreich macht, ebenfalls nicht.
Wer dagegen verstehen möchte, wie das eigene Business funktioniert, bereit ist mitzudenken und Verantwortung für die eigenen Entscheidungen übernimmt, ist bei mir genau richtig.
Und genau das hat mich an dieser Antwort so beruhigt. Offenbar vermittelt mein Außenauftritt genau das, was ich schon immer ausdrücken wollte.
Der eigentliche Wert dieser Entdeckungsreise
Je länger diese kleine Entdeckungsreise dauerte, desto weniger ging es eigentlich um Gemini.
Es ging um meine Fremdwahrnehmung. Genauer gesagt um die Frage, welche Botschaften tatsächlich bei anderen Menschen ankommen.
Interessant fand ich vor allem, dass bestimmte Begriffe immer wieder auftauchten. Nicht nur in einer einzigen Antwort, sondern quer durch mehrere Analysen: Zuverlässigkeit, Geduld, Struktur, Direktheit, Eigenverantwortung und Sicherheit.
Das hat mich nachdenklich gemacht.
Nicht, weil KI immer recht hat, sondern weil sie Informationen anders miteinander verknüpft, als wir selbst das tun. Während wir oft einzelne Blogartikel, Social-Media-Beiträge oder Webseiten im Kopf haben, betrachtet sie den gesamten öffentlichen Eindruck.
Vielleicht ist genau das der größte Unterschied zwischen unserer eigenen Wahrnehmung und der Wahrnehmung anderer Menschen. Wir sehen einzelne Beiträge, einzelne Projekte oder einzelne Gespräche. Andere erleben daraus ein Gesamtbild.
Genau das macht diese Art der Analyse für mich so spannend.
Am Ende geht es nämlich gar nicht darum, ob Gemini recht oder unrecht hat. Viel interessanter ist die Frage, ob die Botschaften, die ich vermitteln möchte, tatsächlich auch so ankommen.
Genau darauf habe ich eine ziemlich bestätigende Antwort bekommen.
KI bleibt ein Sparringspartner
Bei aller Begeisterung für diese Entdeckungsreise möchte ich eines noch einmal deutlich sagen: Ich würde keine der Antworten ungeprüft übernehmen.
Manche Aussagen fand ich großartig, andere eher amüsant und einige Schlussfolgerungen waren ziemlich weit hergeholt. Ich habe über die Ergebnisse nachgedacht, manches mit ChatGPT diskutiert, einiges verworfen und andere Gedanken für mich mitgenommen.
Überrascht hat mich allerdings, wie treffsicher die Analyse insgesamt war. Geschätzt 95 % der Aussagen konnte ich gut nachvollziehen oder sie deckten sich mit Rückmeldungen, die ich seit Jahren von KundInnen und Mentees bekomme. Damit hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.
Genau so wünsche ich mir den Umgang mit KI: weder alles blind glauben noch grundsätzlich ablehnen, sondern neugierig bleiben, selbst denken und kritisch hinterfragen.
Für mich ist KI kein Ersatz für den eigenen Verstand, sondern ein spannender Sparringspartner, der manchmal Denkanstöße liefert, auf die ich selbst nicht gekommen wäre.
Lust auf deine eigene Entdeckungsreise?
Falls du Lust auf eine etwas andere Art hast, deinen Außenauftritt zu betrachten, kann ich dir diese kleine Entdeckungsreise wirklich empfehlen. Nicht, weil du danach deine komplette Positionierung oder dein Marketing über den Haufen werfen wirst, sondern weil du vielleicht Dinge entdeckst, die für dich längst selbstverständlich geworden sind.
Vielleicht bestätigt Gemini genau das, was du ohnehin schon über dein Business weißt. Vielleicht zeigt es dir Stärken, die du selbst nie als Besonderheit wahrgenommen hast. Vielleicht hält es dir einen Spiegel vor, den du alleine nie gesehen hättest.
Falls ich diese drei Prompts irgendwann noch einmal brauche, weiß ich zumindest, wo ich sie finde. 😊 Viel spannender finde ich allerdings den Gedanken, dieselben Fragen in ein oder zwei Jahren noch einmal zu stellen und zu sehen, wie sich mein Außenauftritt bis dahin verändert hat.
Genau das ist für mich der eigentliche Wert dieser kleinen Entdeckungsreise. Nicht, weil KI die Wahrheit kennt, sondern weil sie manchmal Gedanken anstößt, auf die wir selbst vielleicht nie gekommen wären.
Ich bin jedenfalls froh, dass ich mich auf dieses Experiment eingelassen habe. Nicht jede Erkenntnis war neu und nicht jede Schlussfolgerung war richtig. Manches hat mich zum Schmunzeln gebracht, anderes zum Nachdenken und ein paar Dinge habe ich ganz bewusst wieder verworfen.
Am Ende blieb vor allem eines: Ich sehe mein eigenes Business heute mit etwas anderen Augen und allein dafür hat sich diese kleine Entdeckungsreise für mich gelohnt.
Wenn ich jetzt an diese spontane Idee zurückdenke, muss ich grinsen. Aus einem Facebook-Beitrag einer Kollegin wurde eine der spannendsten Entdeckungsreisen zu meinem eigenen Business seit Langem.
Falls du die drei Prompts ausprobierst, erzähl mir unbedingt in den Kommentaren von deinen Erkenntnissen.
Welche Antwort hat dich am meisten überrascht? Ich bin wirklich neugierig.


Hallo liebe Beatrice, vielen Dank für diese tolle Idee, ich habe alle Prompts ausprobiert und kann sagen, dass es wirklich wichtig ist, alles von einer KI zu hinterfragen. (Ich habe übrigens Claude genutzt).
Die Antworten waren größtenteils gut, aber einmal lag die KI völlig daneben, denn der größte Kritikpunkt meiner Website war fehlende Transparenz – man würde keine Preise bei mir finden und auch nicht wissen, was hinter meinen Angeboten steht. Das würden Mitbewerber besser lösen.
Als ich dann auf meine sehr übersichtliche Angebotsseite aufmerksam machte, war dieser Punkt auf einmal das völlige Gegenteil. Ich sei sogar sehr transparent, Claude entdeckte zusätzlich meinen Blogbeitrag („Wie läuft Lerntherapie ab – Transparenz statt Black Box“) und dann war dieser „Kritikpunkt“ auf einmal eine Stärke, die mich von anderen abhebt – Transparenz, klare Kommunikation, Links zu weiterführenden Infos.
Das war spannend zu lesen, denn Claude hatte anfangs einfach einen Recherchefehler und kam so zuerst zu einem völlig anderen Ergebnis.
Mein Fazit: KI ist für eine erste Einschätzung/Übersicht super, aber man sollte immer alles hinterfragen/nachfragen.
Liebe Susanne,
vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen und hier deine Erfahrung geteilt hast. Darüber freue ich mich sehr. 💚
Ich habe die Analyse ganz bewusst mit Google Gemini gemacht, weil dieser von mir bisher noch keinen Input erhalten hat und ich eine möglichst neutrale Ausgangsbasis haben wollte.
Wie du bin auch ich der Meinung, dass man KI immer mit gesundem Menschenverstand nutzen und ihre Aussagen nicht ungeprüft für bare Münze nehmen sollte. Für mich war vor allem die Kombination spannend: der Blick von außen (ich war natürlich neugierig 😂) und die anschließende, bewusste Auseinandersetzung mit meinem Business. 😀
Herzliche Grüße
Beatrice