9 Tipps, die deinen Newsletter vor dem Spamfilter retten können

Lesezeit:
ca.   Minuten

Veröffentlicht:
 28. Oktober 2022
aktualisiert:
25. MĂ€rz 2023

Wenn du heutzutage unter anderem einen Newsletter nutzt, um mit deiner Community in persönlichem Kontakt zu bleiben, kennst du es garantiert. Du schreibst mit viel Liebe und Hingabe einen Newsletter und zack landest du im Spamfilter. Sollten deine LeserInnen mehrere Newsletter beziehen und nicht schon gespannt, wie der Hund vor der SchĂŒssel, vor ihrem Posteingang auf deine E-Mail warten, ist die Chance sehr hoch, dass ihnen erst nach Wochen auffĂ€llt, dass sie schon lange nichts von dir gelesen haben. Was kannst du also beim Verfassen bzw. Versenden tun, um deinen Newsletter vorm Spamfilter zu retten?

1. Die Versandadresse

Nutze – es sei der Ordnung halber erwĂ€hnt – keine kostenlosen E-Mailadressen, wie gmx, yahoo oder gmail. So sollte sie z.B. aber bitte auch nicht lauten: no-reply@domain.com. Achte darauf, dass deine Mailadresse, von der du versendest möglichst eine „natĂŒrliche“ ist. Besser ist also z.B. hallo@domain.com oder der Idealfall wĂ€re sogar eine vorname.nachname@domain.com. Die Mailadresse sollte bitte auch tatsĂ€chlich genutzt werden können, um direkt aus dem Newsletter antworten oder Anfragen senden zu können.

2. Personalisiere deine Anrede

Wann immer möglich sprich deine LeserInnen persönlich an. Dies ist z.B. ein Indikator fĂŒr Spamfilter, denn Spammer kennen den Namen zumeist nicht. Außerdem ist es auch viel netter, wenn dich jemand mit „Hallo oder guten Morgen + Vorname“ anspricht, oder?

3. Versende regelmĂ€ĂŸig

Wie bei der Personalisierung treffen hier auch die Spamvermeidung und die Nutzerfreundlichkeit zusammen. Wenn du nur „alle heiligen drei Zeiten“ (wie wir in Österreich so schön sagen) mal einen Newsletter schickst, kann sich dein/e LeserIn vielleicht gar nicht mehr an dich erinnern. Außerdem ist die Gefahr signifikant höher, im Spamordner zu landen!

Jetzt fragst du dich wahrscheinlich, was ist denn regelmĂ€ĂŸig bzw. regelmĂ€ĂŸig genug? Ich sende meinen Newsletter z.B. bewusst nur 14-tĂ€gig. Wobei dies meines Erachtens die oberste Schmerzgrenze ist. Auch sollte man nicht zu hĂ€ufig versenden, die unterste Grenze liegt – hier habe ich mich fĂŒr dich schlau gemacht - bei maximal viermal pro Woche. Ich kenne allerdings jemanden, die schreibt fĂŒnfmal pro Woche einen Newsletter und ihre LeserInnen sind total happy damit. Ausnahmen bestĂ€tigen wohl auch hier die Regel.

4. Den Betreff richtig gestalten

Beim Betreff kann man gleich einige Dinge beachten. Zum ersten sollt er nicht zu lang sein, damit er in der Vorschau bereits möglichst aussagekrÀftig ist. Hier kannst du zwischen 40 und 50 Zeichen als Richtwert sehen.

Auch ist es empfehlenswert typische Spam-Elemente wie

  • GROSSBUCHSTBEN,
  • sogenannte   S p e r r s c h r i f t   mit Lehrzeichen zwischen den einzelnen Buchstaben
  • mehrere ??? oder !!!
  • viele Smileys 😃😃😃 oder
  • verkĂ€uferische Phrasen, wie z.B. „gratis“, „kostenlos“ oder „dringend“

zu verwenden. Dass man von irrefĂŒhrenden Betreff-AnfĂ€ngen wie „Re:
“, „Aw:
“ oder „Fwd:
“ absieht, setze ich mal voraus.

5. Dein Newsletter sollte nicht zu kurz sein

Was, zu kurz? Das gibt’s auch? Dachte ich mir persönlich, als ich es zum ersten Mal gehört bzw. gelesen habe. Ja, auch zu kurz gibt es. Auch wenn dieser Wert nicht allzu schwer zu erreichen ist, dein Newsletter sollte mindestens 300 Zeichen (Achtung Zeichen nicht Wörter) lang sein. Und ja, weil wir gerade dabei sind, er sollte aber auch nicht die LĂ€nge eines Blogartikels haben! Wenn du so viel tollen Input zum Weitergeben hast, dann fange an einen Blog zu schreiben, falls du es noch nicht tust. 😉

6. Achte auf das Bild-Text-VerhÀltnis

Es gibt tatsĂ€chlich ein Bild-Text VerhĂ€ltnis, auf das Spamfilter schauen. Hier kannst du dir das Pareto-Prinzip als Richtwert nehmen, also 80% Text und 20% Bilder. Wie bei vielen Dingen, herrschen hier unterschiedliche Meinungen, ich habe auch schon 75 zu 25 oder 60 zu 40 gelesen. Meines Erachtens ist es einfach wichtig auf ein ausgewogenes VerhĂ€ltnis zu achten und sich von Spammern, die nur große Bild und kaum Text verschicken, abzuheben.

7. Vorsicht nicht zu viele Links

Um Himmels Willen, ja nicht mehr als einen Link. Grins, das ist so etwas, was ich auch schon öfter bezĂŒglich E-Mail-Marketing-Strategien gehört habe. Weißt du was, ich gehe hier nach GefĂŒhl. Schon klar, dass ich – wenn ein Newsletter 5 verschiedene Links beinhaltet – als Leserin selbst hin- und hergerissen bin und dann statt einem Link zu klicken, vielleicht das x zum Schließen wĂ€hle.

Wenn ich allerdings 3 großartige Dinge in meinem Newsletter habe, weil ich noch eine Veranstaltung einer Kollegin oder Ă€hnliches empfehlen möchte, dann tue ich das auch. Nicht nur deinen LeserInnen, sondern auch dem Spamfilter zuliebe, darfst du aber trotzdem darauf achten, dass dein Newsletter keine Linksammlung ist. Ein bis zwei Links und in AusnahmefĂ€llen ein dritter, haben aus meiner Erfahrung aber keine negativen Auswirkungen gezeigt.

8. Was du im Text vermeiden solltest

Wie bereits im Betreff erwĂ€hnt, solltest du auch im Text GROSSBUCHSTABEN, sogenannte   S p e r r s c h r i f t   und die mehrfache Wiederholung von ??? oder !!!, aber auch $$$ oder €€€ vermeiden. Außerdem darfst du im Text auch noch auf ĂŒberdimensionale SchriftgrĂ¶ĂŸe verzichten oder einzelne Wörter in knalligen Farben vermeiden.

Was aber interessant ist, vor allem wenn du in einer der Finanz-, Gesundheits- oder Shopping-Branchen tÀtig bist, sind sogenannte Spamwörter. Hierzu gehören unter anderem

  • Countdown lĂ€uft
  • Limitiertes Angebot
  • Sonderangebot
  • Chance nicht verpassen
  • Kein Scherz
  • Kein Spam
  • Risikofrei
  • 100% kostenlos / gratis

Zu diesem Thema habe ich ĂŒbrigens eine tolle Liste zum freien Download von Mailjet entdeckt, die ich gerne hier verlinke: 120 Spam-Begriffe 

9. Bitte Abonnenten, dich als Kontakt hinzuzufĂŒgen

Eine weitere Möglichkeit, die du allerdings nur wenig beeinflussen kannst, ist deine Abonnenten zu bitten, deine Mailadresse als Kontakt hinzuzufĂŒgen bzw. deine Mailadresse auf die sogenannte White-List zu setzen.

Ich finde den Hinweis gut, da manche Endverbraucher vielleicht gar nicht wissen, dass sie so vermeiden können, dass Mails unbegrĂŒndet im Spamfilter landen. Und wenn sich jemand zu deinem Newsletter anmeldet, weil sie/ihn das Thema interessiert, dann ist es auch in seinem/ihrem Interesse, dass deine Mails im Posteingang und nicht im Spamordner landen. 💚

Mache den Test

Bei mail-tester.com kannst du deinen Newsletter kostenlos und schnell ĂŒberprĂŒfen. Auf der Seite wird eine vorĂŒbergehende Mailadresse generiert und an diese kannst du einen Testversand machen. Du bekommst in wenigen Sekunden eine ĂŒbersichtliche Auswertung inkl. Check, ob der Abmeldelink fehlt oder ein Link ungĂŒltig ist. Ich finde die Gestaltung der Webseite ĂŒbrigens total sympathisch.

Warum du eine Newsletter-Software nutzen solltest

Viele Fehler, die passieren können, werden durch die Nutzung eines Newsletter Anbieters schon im Vorfeld ausgeschlossen. Dazu gehören z.B.

  • zu schnelles Versenden vieler E-Mails am StĂŒck
  • Kein Double-Opt-In
  • Kein Abmeldelink
  • Kein Impressum

Ich persönlich liebe und nutze ActiveCampaign und da ich nur Dinge weiterempfehle, die ich selbst nutze und von denen ich absolut ĂŒberzeugt bin, ist dies ĂŒbrigens ein Affiliate Link. Was ich so gerne dran mag, sind Dinge wie:

  • Es ist tagbasiert (ich kann einen Kontakt mit verschiedenen „Tags“ kennzeichnen und habe ihn nicht in 3 verschiedenen Listen
  • Ich kann viele Kontakte haben, gezĂ€hlt und berechnet werden nur die aktiven. Das ist mir wichtig, um auch in zwei Jahren noch belegen zu können, wann wer wo der Übermittlung von Mails durch mich zugestimmt hat.
  • Ich bin in der Anzahl meiner Automationen nicht begrenzt. D.h. es ist egal und kostet mich auch nicht mehr egal ob ich 3 oder 30 automatische E-Mail-Abfolgen erstellen möchte.
  • Das Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis ist einfach gut.

Wie bei vielen Newsletter-Anbietern hast du auch bei ActiveCampaign die Möglichkeit, dieses fĂŒr einen Testzeitraum kostenlos zu nutzen.

Last but not least – Denke an die Handynutzer

Dies ist jetzt zwar kein wirklicher Tipp, um nicht im Spamordner zu landen, aber grundsĂ€tzlich ein wichtiger fĂŒr deinen Newsletter. Bedenke, dass heutzutage immer mehr Menschen – angeblich bereits mehr als die HĂ€lfte - auch ihre E-Mails nur noch am Handy lesen.

Gestalte also z.B. die SchriftgrĂ¶ĂŸe so, dass diese vom Handy aus angenehm zu lesen ist. Du kannst dir deinen Newsletter dazu einfach mal selbst zuschicken und am Handy ansehen – hab ich ĂŒbrigens auch gemacht. 😉

Ich freue mich, wenn du mir einen Kommentar hinterlÀsst, ob du schon alle Tipps gekannt hast oder vielleicht sogar noch einen ergÀnzen kannst.

Herzliche GrĂŒĂŸe

Beatrice Unterschrift

Wer schreibt hier eigentlich?

Mein Name ist Beatrice Krammer und ich liebe es online zu arbeiten, bin zielstrebig, direkt und humorvoll, mag Tiere- besonders Hunde - und das Landleben.

FĂŒr meine KundInnen bin ich Technik-Sparringspartnerin, die sie nicht nur entlastet, sondern die sie versteht, mit der sie Strategien besprechen können und die ihre Kopfbilder in Technik ĂŒbersetzt.


Manche darf ich ermutigen und ihnen das Technik-Wissen an die Hand geben, wenn sie Dinge selbst erledigen möchten. Andere wĂŒnschen sich, dass ich die Umsetzung ĂŒbernehme, um sich entspannt auf ihre Kernaufgaben konzentrieren zu können.  

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